Filmliteratur: Der Kameramann Jost Vacano

Freitag, 15.11.2019

Eine Dissertation beschäftigt sich mit den Arbeiten des 1934 geborenen deutschen Kameramanns Jost Vacano („Das Boot“)

Diskussion

Jost Vacano gehört zu den großen Ausnahmen unter den Bildgestaltern. Es gibt sogar relativ viel Literatur über ihn. Im Jahr 2005 erschien im Schüren Verlag ein sehr ergiebiges Interviewbuch von Marko Kregel: „Die Kamera als Auge des Zuschauers“. Buch-, Zeitschriften- und Zeitungsbeiträge zu Vacano füllen ganze Regale. Insofern stellt sich die Frage nach dem Mehrwert der Neuerscheinung von Bernd Giesemann. Im wohlwollenden Vorwort der Dissertation erklärt der Doktorvater, dass es durch die „systematische und detailgenaue Untersuchung der Bildarbeit Vacanos“ eine „pionierhafte Leistung“ sei.

Tatsächlich befasst sich das Buch aber nur mit einem Teil des filmischen Werks von Jost Vacano: mit einigen Dokumentarfilmen aus den 1950er-Jahren, Fernseharbeiten der 1960er- und 1970er-Jahre, „Schonzeit für Füchse“ (1966), „Das Boot“ (1980/81), „Total Recall“ (1990) und „Starship Troopers“ (1997). Wichtige Filme wie „Hollow Man“ (2000), „Showgirls“ (1995), „Robocop“ (1987), „Die unendliche Geschichte“ (1984) oder „Die verlorene Ehre der Katharina Blum

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