322 Tage im Jahr ist der Geschäftsmann Ryan Bingham (George Clooney) unterwegs und jettet irgendwo zwischen Wichita, Tulsa, Kansas City und Miami durch die USA. So etwas wie menschliche Beziehungen oder ein Zuhause sind für ihn nur Sand im Getriebe seines gut geölten Daseins, weshalb er beides aus seinem Leben getilgt hat. Bingham arbeitet für eine Firma, die ihr Geld damit verdient, Angestellte über ihre Entlassung zu informieren – Bingham taucht immer dann auf, wenn ein Chef diesen unangenehmen Schritt nicht selbst übernehmen will. Als ihm die jüngere Kollegin Natalie (Anna Kendrick) zur Seite gestellt wird und er sich obendrein in eine andere Vielfliegerin (Vera Farmiga) verliebt, macht er allmählich einen Entwicklungs- und Selbsterkenntnisprozess durch.
Jason Reitman gelingt mit seinem Film das perfekt zwischen amüsantem Wortwitz und stiller Tragödie austarierte Porträt eines Anti-Helden. Inszenatorisch kongenial umspielt der Film den oberflächlichen Lebensstil seines Protagonisten, ohne selbst der Oberfläche zu erliegen. – Sehenswert ab 14.