Der deutsch-österreichische
Dokumentarist Hans Andreas Guttner war einer der ersten Filmemacher, der in
seinen Filmen die Lebens- und Erfahrungswelt von türkischen und italienischen
„Gastarbeitern“ in Deutschland abbildete. Mit seiner Pentalogie „Europa – ein
transnationaler Traum“ (1979-1996) setzte er Maßstäbe. Auch in anderen Filmen bezeugte
er eine besondere Vertrautheit mit den Porträtierten, unter gleichzeitiger
Wahrung einer respektvollen Distanz. Im April 2025 ist er knapp 80-jährig
gestorben.
„Europa - ein transnationaler Traum“ nannte der deutsch-österreichische Dokumentarist Hans Andreas Guttner seine bekannteste Arbeit, eine zwischen 1979 und 1996 erschienene
Pentalogie. Der am 6. Mai 1945 in St. Christophen in Niederösterreich geborene
Filmemacher stieß bereits mit dem ersten dieser fünf Filme in einen Bereich
vor, der in der Wahrnehmung der deutschen Gesellschaft Ende der 1970er-Jahre
schlicht nicht vorhanden war. Der 22-minütige Film „Alamanya Alamanya- Germania Germania