In einer schweizerischen Traditionsfirma kommt es zu einem Machtkampf zwischen dem pflichtbewussten Finanzchef Alexander Maier (Stefan Kurt) und dem skrupellosen neuen Manager Hans Werner Brockmann (Ulrich Tukur), der das Unternehmen völlig umkrempelt. Viele Mitarbeiter werden entlassen, die übriggebliebenen wie Maier auf Loyalität eingeschworen. Zunächst versucht der erfahrene Mitarbeiter sich mit Brockmann zu arrangieren, doch als er Widerspruch gegen Entscheidungen anmeldet, sieht er zunehmend isoliert. Zudem greift die psychische Belastung auch auf sein Privatleben über. Nach einem Fehlschlag des Unternehmens eskaliert der Konflikt endgültig.
Regisseurin Sabine Boss ließ sich für ihr Drama von realen Fällen aus Schweizer Unternehmen inspirieren, bei denen Machtkämpfe Manager in den Selbstmord trieben. Ihr in kalten, streng komponierten Bildern inszeniertes Psychodrama zeigt den unmenschlichen Druck, der völlige Befreiung von Emotionen fordert, ohne in Schwarzweiß-Verzeichnungen zu verfallen. In den Hauptrollen hervorragend besetzt, setzt der Film eindringliche Akzente, hält durch die Kühle der Figuren aber auch auf Distanz. – Ab 16.