Der Lokomotivführer Raymond Pinsard (Jean Gabin) erblindet bei einem schweren Zugunglück durch Wasserdampf. Überzeugt davon, in einigen Monaten durch eine Operation wieder sehend zu werden, weigert sich Pinsard zuerst, in der Zwischenzeit eine Blindenschule zu besuchen, erst der Besuch eines blinden Mechanikers (Jacques Dynam) überzeugt ihn. Dieser wird in der Schule sein Kollege und Pinsard arbeitet sich in die Schwierigkeiten des Arbeitens, ohne sehen zu können, ein. Zudem verliebt er sich in die blinde Lehrerin Louise Louveau (Simone Valère). Diese allerdings ist mit dem Ökonomen der Anstalt (Gérard Oury) verlobt, der gegen den Nebenbuhler aufbegehrt.
Das betont sachliche, überzeugend inszenierte Drama von Georges Lacombe spitzt die Liebes- und Eifersuchtsgeschichte immer weiter zu, während der Film zugleich das Ziel verfolgt, den Zuschauer über die Möglichkeiten und Probleme bei der Ausbildung und Rehabilitierung von Blinden (Stand: Anfang der 1950er-Jahre) zu informieren. Neben dem hervorragenden Jean Gabin, der sich ungewohnt verletzlich zeigt und 1951 in Venedig den Darsteller-Preis gewann, sind auch die übrigen Schauspieler ausgezeichnet. – Ab 14.