Michelle Yeoh & Hunter Schafer in "Blade Runner 2099"
Michelle Yeoh & Hunter Schafer in "Blade Runner 2099" (© Amazon MGm Studios)

Neue Serien im November 2026

Vom Science-Fiction-Epos "Blade Runner 2099" bis zum opulenten Historienstoff "Vienna Games": Neustarts bei Streamingdiensten & Mediatheken

Aktualisiert am
30.10.2026 - 12:58:26
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Mit Staffel 3 von „Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“ und „Blade Runner 2099“ laufen bei Amazon Prime gleich zwei Prestige-Serien. Außerdem gibt es mit „Vienna Game“ einen opulenten Kostümstoff um den Wiener Kongress bei Disney+, und Fernsehsender arte wartet mit der Comedyserie „Jossi“ auf.

 

Im Spätjahr mögen wir es nicht nur beim Essen üppiger, sondern auch in Sachen Serien darf es gerne etwas mehr sein: Es ist die Zeit der Prestige-Projekte mit etwas mehr Spektakel, mehr Kostüm-Aufwand, mehr Effekt-Bombast, mehr epischem Flair. Vor allem Amazon Prime lässt sich in dieser Hinsicht im November 2026 nicht lumpen: Der Streamingdienst wartet ab 11.11. mit einer dritten Staffel seines Fantasy-Großprojekts „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“ auf. Nach einem eher schleppenden Anfang des „Herr der Ringe“- und „Hobbit“-Prequels in Staffel 1 geht es mittlerweile mehr zur Sache, nachdem Staffel 2 die Konfliktlinien zugespitzt und einige Charaktere interessant ausgebaut hat. Der Krieg zwischen Sauron und den Elben ist in vollem Gang, das Schmieden des fatalen „einen Rings“, mit dessen Hilfe der dunkle Lord sich alle Völker Mittelerdes Untertan machen will, steht kurz bevor.

Mit Hilfe des "einen Rings" greift Sauron nach absoluter Macht
Mit Hilfe des "einen Rings" greift Sauron nach absoluter Macht (© Amazon MGM Studios)

 

Unter Replikanten

Außerdem hat Amazon Prime noch eine ganz neue Prestige-Serie in petto, die Science-Fiction-Fans sehnlichst erwarten: Am 26. November startet „Blade Runner 2099“, eine Fortschreibung der durch Ridley Scotts Kultfilm angestoßenen Saga um Zukunfts-Konflikte zwischen echten Menschen und rebellischen Maschinenwesen, Replikanten genannt. Die neue Serie spielt ein halbes Jahrhundert nach „Blade Runner 2049“ in einem Los Angeles, in dem mittlerweile die Replikanten das Sagen haben und die einstigen Kronen der Schöpfung nur noch Bürger zweiter Klasse sind. In dieser Welt tut sich eine junge Menschenfrau, die sich auf der Flucht befindet und als Replikantin und Blade Runner tarnt, mit einer echten Replikantin zusammen, die sich dem programmierten Ende ihres Lebens nähert und versucht, eine Verschwörung aufzudecken.

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Am Wiener Hof

Neben diesem Zukunfts-Spektakel warten diverse aufwendige Kostüm- und Historienstoffe auf die Zuschauer:innen. Gleich zwei davon spielen im kaiserlichen Wien. Netflix setzt ab 12. November mit einer dritten Staffel seine Serie „Die Kaiserin“ um Elisabeth von Österreich fort, die die Historienfigur als deutlich toughere Herrscherin interpretiert als weiland die „Sissi“-Filme. In der neuen Staffel setzt sich die Entfremdung zwischen dem Kaiserpaar Franz und Elisabeth fort; Franz ist gezeichnet von Kriegserfahrungen; Elisabeth verlässt frustriert und gesundheitlich angeschlagen Wien und geht auf Reisen, wo sie auf den Anführer der ungarischen Revolution Graf Andrássy trifft.

Devrim Lingnau als Kaiserin Elisabeth in "Die Kaiserin"
Devrim Lingnau als Kaiserin Elisabeth in "Die Kaiserin" (© 2026 Netflix, Inc.)

 

Und bei Disney+ startet am 18. November eine neue Serie, die um den Wiener Kongress kreist, bei dem 1814/1815 nach der Niederlage Napoleons Europa neu geordnet wurde. Unter dem Titel „Vienna Game“ rollt sie das Treffen der Vertreter der Großmächte auf, „während kluge Frauen mit Geschick und Entschlossenheit im Hintergrund die Strippen ziehen“, wie es in der Ankündigung heißt. Im Zentrum steht auch keiner der männlichen Teilnehmer, sondern Wilhelmine von Sagan, die dank ihrer Liaison mit dem österreichischen Staatskanzler Fürst Clemens von Metternich auf die Verhandlungen einwirkt. Wie clever die Serie mit dem historischen Stoff umgeht, wird sich zeigen, ersten Bildern zufolge liefert sie auf jeden Fall reichlich Eye Candy: Modeschöpferin Susanne Bisovsky hat zusammen mit Kostümbildnerin Elisabeth Binder-Neururer die prächtigen Roben der Hofgesellschaft entworfen.

Höfische Pracht: "Vienna Game"
Höfische Pracht: "Vienna Game" (© 2026 The Walt Disney Company)

 

Austen und kein Ende

Außerdem ist dieses Spätjahr Jane Austen wieder hoch im Kurs: Nachdem im Kino kürzlich eine Neuverfilmung ihres Klassikers „Sinn und Sinnlichkeit“ startete und bevor am 3. Dezember eine neue Netflix-Adaption von „Stolz und Vorurteil“ online geht, kredenzt MagentaTV seinem Publikum ab 19. November „The Other Bennet Sister“. Die Serie kreist, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Janice Hadlow, um eine Nebenfigur aus „Stolz und Vorurteil“, und zwar diejenige der fünf Bennet-Schwestern, die in Austens Roman am blassesten bleibt: die mittlere Tochter Mary. Sie wird hier auf ihre eigene „Reise der Selbstfindung“ geschickt und darf aus dem Schatten von Elizabeth, Jane und Co. heraustreten.

Echte und falsche Juden

Wem das etwas zu viel Period-Picture-Overkill ist, findet im Serienangebot im November auch einen spannenden Gegenwartsstoff aus Deutschland: Bei arte läuft ab 12.11. „Jossi“, eine Comedyserie, die um die gegenwärtige Krux mit Herkunft und Identität kreist. Es geht um einen Berliner um die Dreißig mit russlanddeutschen Wurzeln, der bisher erfolglos versucht, als Schauspieler zu reüssieren – bis er sich schließlich dazu hinreißen lässt, sich fälschlich als Jude auszugeben, um für ein internationales Casting in Frage zu kommen, für das jüdische Darsteller gefragt sind. Aus der einen Lüge erwächst der Zwang zu immer neuen Tricks und Bluffs, und so gerät er in ein Chaos, immer absurder wird. Inszeniert wird die Serie von Wolfgang Groos.

Jannik Schümann als Schauspieler, der durch eine Lüge in chaotische Verstrickungen gerät: "Jossi"
Jannik Schümann als Schauspieler, der durch eine Lüge in chaotische Verstrickungen gerät: "Jossi" (© SWR/Odeon Fiction/Zuzana Panska)

 

Krypto-Wahnsinn

Und bei Netflix ist ab 19. November „The Altruists“ zu sehen, die inspiriert von Artikeln im „New York Magazine“ vom Krypto-Betrugsskandal rund um Sam Bankman-Fried und Caroline Ellison erzählt. Bankman-Fried, Gründer und CEO der Kryptobörse FTX, und seine Freundin Ellison, CEO der ebenfalls von Bankman-Fried gegründeten Schwesterfirma Alameda Research, werden darin porträtiert als überambitionierte Jungunternehmer, die das globale Finanzsystem neu erfinden wollen – bis ihre Kryptohandelsfirmen crashen und sie angeklagt werden, 8 Milliarden Dollar veruntreut zu haben. Als Showrunner der Serie fungieren Graham Moore und Jacqueline Hoyt.

 

"The Altruists"
"The Altruists" (© Netflix)

 

Serienneustarts im Überblick

  1. November

The Gilded Age – Staffel 4 (HBO Max)

 

  1. November

The Greatest (Amazon Prime)

Eine neue Serie über Box-Legende Muhammad Ali: "The Greatest"
Eine neue Serie über Box-Legende Muhammad Ali: "The Greatest" (© Amazon Content Services)

 

  1. November

Black Doves – Staffel 2 (Netflix)

 

  1. November

KRANK Berlin (ZDF-Mediathek)

 

  1. November

Die Ringe der Macht – Staffel 3 (Amazon Prime)

The Body (Netflix)

 

  1. November

Die Kaiserin – Staffel 3 (Netflix)

Jossi (arte-Mediathek)

The Good Daughter (HBO Max)

 

  1. November

12 12 12 (Apple TV+)

Stille Nacht (HBO Max)

Clangold (HBO Max)

Mord in Galicien (Netflix)

Thriller-Serie um einen in Ungnade gefallenen FBI-Agenten und einen amerikanischen Berufsverbrecher, die sich quer durch Europa einen erbitterten Wettstreit liefern: "12 12 12"
Thriller-Serie um einen in Ungnade gefallenen FBI-Agenten und einen amerikanischen Berufsverbrecher, die sich quer durch Europa einen erbitterten Wettstreit liefern: "12 12 12" (© AppleTV)

 

  1. November

Vienna Game (Disney+)

 

  1. November

The Altruists (Netflix)

The Other Bennet Sister (MagentaTV)

 

  1. November

Scrubs – Staffel 2 (Disney+)

 

  1. November

Blade Runner 2099 (Amazon Prime)

 

  1. November

RITUS (ARD-Mediathek)

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