Rainer Gansera

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Joseph Ratzinger vs. die böse Welt - Der Dokumentarfilm „Verteidiger des Glaubens“

Im April 2019 sorgte der ehemalige Papst Benedikt XVI. Joseph Ratzinger mit einem Artikel für Empörung, in dem er die Missbrauchsfälle innerhalb der katholischen Kirche der 1968er-Bewegung zur Last legte, die die moralischen Standards in Gesellschaft und Kirche erodiert habe. Beim DOK.fest München feierte kürzlich ein Film von Christoph Röhl Premiere, der sich kritisch mit der Person Ratzinger und vor allem mit ihrer Reaktion auf die Krisen der katholischen Kirche befasst.

Hans-Günther Pflaum (1941-19.12.2018)

Der Filmkritiker Hans-Günther Pflaum (1941-2018) war ein vehementer Vermittler und Förderer der Filmkunst, der sich insbesondere dem Autorenfilm nahe fühlte. Das Kino liebte er insbesondere als Fenster zur Welt. Ein Nachruf auf den Filmkritiker, der von 1973 bis 1976 auch leitender Redakteur der Zeitschrift „film-dienst“ war.

Von Rainer Gansera

Polizeiruf 110 - Tatorte

Zum 15. und letzten Mal ermittelt Matthias Brandt am Sonntag, 16. Dezember, als „Polizeiruf 110“-Kommissar Hanns von Meuffels. Christian Petzold beschert der melancholischen Ermittlerfigur mit „Tatorte“ einen standesgemäßen Ausstand, in dem noch einmal alle Qualitäten der seit 2011 entstandenen Folgen zusammenkommen. Eine Würdigung zum Abschied.

Von Rainer Gansera

Notwendige Systemkritik: "Kler"

Mit dem Werk muss gerungen werden

In den Filmen des Dokumentaristen Jörg Adolph geht es häufig um kreative Menschen oder Situationen, die sich vorab nicht planen oder beherrschen lassen. In „direct cinema“-Manier folgt er den Protagonisten ohne gängelnde Kommentierung bei ihrem Tun. Aktuell erzählt er in „Elternschule“ (Kinostart: 11. Oktober) mit großer Klarheit und viel Witz von Menschen, die renitenten Kindern und ihren überforderten Eltern aus der Sackgasse helfen.

Ein Porträt von Rainer Gansera

André Bazin und der Zauber des Kinos

Eine Würdigung des französischen Filmtheoretikers anlässlich seines 100. Geburtstags am 18. April 2018: André Bazin (1918-1958) war Frankreichs einflussreichster Filmkritiker im Jahrzehnt nach 1945. Der unermüdliche Autor begründete die „Autorentheorie“ und lieferte die theoretischen Grundlagen für die „Nouvelle Vague“.

Ein Fels mit tiefen Rissen

Es gibt zwei Darstellertypen, die sich fundamental unterscheiden: den Verwandlungskünstler und den Sich-selbst-Spieler. Einerseits die Lust an der Verwandlung, andererseits die Überzeugungskraft physischer Präsenz. Zu letzteren gehört Josef Bierbichler, der am 26. April seinen 70. Geburtstag feiert und in seinen Rollen mit jeder Faser seine wuchtige, gern als „bajuwarische Urgewalt“ charakterisierte Erscheinung einbringt. Aktuell läuft sein Film „Zwei Herren im Anzug“ im Kino.

Ein Porträt von Rainer Gansera