Gott braucht Menschen

Drama | Frankreich 1950 | 97 Minuten

Regie: Jean Delannoy

Auf der kleinen bretonischen Insel Sein sind die Bewohner im 19. Jahrhundert plötzlich ohne Pfarrer - den letzten haben sie durch ihre Starrköpfigkeit und Bosheit vertrieben. Vom Bedürfnis der Gemeinde getrieben und vom eigenen Ehrgeiz verlockt, eignet sich der Sakristan die Funktionen des Priesters an. Er geht schließlich so weit, auch die Messe zelebrieren zu wollen. Doch vor diesem ärgsten Sakrileg kommt der neue Priester an, mit Gendarmen. Er verweigert einem Muttermörder und Selbstmörder ein christliches Begräbnis. Die Bewohner fahren aufs Meer hinaus, wo sie den Toten dem Wasser übergeben, und kehren nach diesem Kompromiß zur Sonntagsmesse zurück. In der Romanvorlage wird der Sakristan am Ende zum Priester geweiht, im Film verzichtet er darauf. Delannoys schöner und inhaltsreicher Film war das meistdiskutierte Kinoereignis der Jahre 1950/52. (OCIC-Preis in Venedig) - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
DIEU A BESOIN DES HOMMES
Produktionsland
Frankreich
Produktionsjahr
1950
Regie
Jean Delannoy
Buch
Jean Aurenche · Pierre Bost
Kamera
Robert Le Febvre
Musik
René Cloërec
Schnitt
James Cuenet
Darsteller
Pierre Fresnay (Thomas Gourvennec) · Madeleine Robinson (Jeanne Gourvennec) · Daniel Gélin (Joseph Le Berre) · Andrée Clément (Scholastique Kerneis) · Sylvie (Coise Karbacen)
Länge
97 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama | Literaturverfilmung

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