Inland Empire

- | USA/Polen/Frankreich 2006 | 172 Minuten

Regie: David Lynch

Die Geschichte einer einst erfolgreichen Schauspielerin, die auf ein Comeback hofft, wobei mehr als fragwürdig ist, ob die Fortsetzung ihrer Karriere in einem Film, dessen ursprüngliche Hauptdarsteller zu Tode kamen, wirklich ein guter Neueinstieg ist. David Lynch fächert noch einmal sein gesamtes Oeuvre auf und setzt sich mit Gewalt und Hollywood-immanenten Themen auseinander. Dabei findet er letztlich jedoch zu keiner verbindlichen Einheit; sein Film erscheint als ein intellektuelles Spiel, das sich selbst nicht ganz ernst nimmt.

Filmdaten

Originaltitel
INLAND EMPIRE
Produktionsland
USA/Polen/Frankreich
Produktionsjahr
2006
Regie
David Lynch
Buch
David Lynch
Kamera
Odd Geir Sæther
Musik
Angelo Badalamenti
Schnitt
David Lynch
Darsteller
Laura Dern (Nikki Grace/Susan Blue) · Jeremy Irons (Kingsley Stewart) · Justin Theroux (Devon Berk/Billy Side) · Harry Dean Stanton (Freddie Howard) · Peter J. Lucas (Piotrek Krol)
Länge
172 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12

Heimkino

Im Gegensatz zur bonuslosen deutschen DVD, enthält die amerikanische (import) Doppel-DVD u.a. über 70 Minuten an geschnittenen Szenen, ein 40-minütiges Interview mit dem Regisseur sowie den Kurzfilm "Ballerina".

Verleih DVD
Concorde/Eurovideo (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt., dts dt.)
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Diskussion
Ein dunkelhaariges Mädchen sitzt in einer alten Hotelsuite am Rand des Doppelbettes und sieht fern. Eine Träne fließt aus ihrem Auge. Im Fernsehen läuft eine merkwürdige Soap mit drei Figuren im Menschenkostüm und mit Hasenköpfen. Man sieht eine Nadel in einer Schallplattenrille und den Strahl eines Aufnahmescheinwerfers. Eine andere Frau, blond und nicht mehr ganz jung, empfängt in der riesigen Eingangshalle ihres Hauses eine ältere Frau, offenbar ihre neue Nachbarin. Bald wendet sich der belanglose, etwas aufdringliche Small Talk der Alten ins Unangenehme. Offenbar weiß sie viel zu viel über das Leben ihrer Gastgeberin, und ungebeten beginnt sie, dieses zu kommentieren, spricht mit ihrem osteuropäischen Akzent bedrohliche Prophezeiungen aus – eine Hexe möglicherweise. Mit diesen rätselhaften Szenen, wie sie für David Lynchs Kino so typisch sind, beginnt der Film: Beklemmend und voller Verführungskraft reißen sie den Betrachter hinein in den Kosmos dieses bahnbrechenden Kinokünstlers. Und es beginnt eine verschlungene Story, die das Doppelgängermotiv mit dem „Film im Film“-Genre zu einem modernen Märchen verknüpft – poetisch und brutal. Wie in fast allen seinen Filmen se

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