Drama | Deutschland 2017 | 97 Minuten

Regie: Sonja Maria Kröner

Ein großer Gemeinschaftsgarten wird im Jahrhundertsommer 1976 für drei Generationen einer Familie zum Schauplatz bedeutsamer Umbrüche. Der Tod der Großmutter und ein verheerendes Gewitter führen zu Auseinandersetzungen um den möglichen Verkauf des Grundstücks, während sich in der mittleren Generation Konflikte aufbauen, in die auch die neugierigen Kinder hineingezogen werden. Eindrucksvoll gespielte Komödie über die Widersprüche in Lebensentwürfen, die souverän zwischen dramaturgischer Verdichtung und unbeschwerter Sommerfrische balanciert. Dabei widersteht die Inszenierung einer forcierten Betonung des Zeitkolorits sowie der Versuchung, jeden Erzählstrang bis zum Ende auszuloten. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2017
Regie
Sonja Maria Kröner
Buch
Sonja Maria Kröner
Kamera
Julia Daschner
Musik
Sebastian Fillenberg
Schnitt
Ulrike Tortora
Darsteller
Thomas Loibl (Bernd) · Laura Tonke (Eva) · Ursula Werner (Ilse) · Günther Maria Halmer (Erich) · Christine Schorn (Frieda)
Länge
97 Minuten
Kinostart
26.10.2017
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Drama | Komödie
Diskussion
Im Sommer 1976 ging Rudi Carrells Wunsch nach „Sonne von Juni bis September“ tatsächlich in Erfüllung. Ein geradezu legendär heißer Sommer, in dessen Verlauf zunächst Uli Hoeneß einen Elfmeter in den nächtlichen Himmel von Belgrad verschoss und später, nach der Geiselbefreiung von Entebbe, eine Reihe afrikanischer Länder die olympischen Sommerspiele in Montréal boykottierten. Die Filmemacherin Sonja Maria Kröner (Jahrgang 1979) hat mit ihrem im Sommer 1976 spielenden Spielfilmdebüt einen Film gedreht, der aussieht, als blättere man in einem alten Familienalbum, das auf einem Dachboden gefunden wurde. „Sommerhäuser“ ist zunächst eine forcierte Ausstattungsorgie von ausgesuchter Hässlichkeit. Es ist die Zeit bunter, ge

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