Biopic | USA 2019 | 209 Minuten

Regie: Martin Scorsese

Filmbiografie über den irischstämmigen Amerikaner Frank Sheeran, der nach dem Zweiten Weltkrieg zum Mafia-Killer aufstieg und 1975 maßgeblich am Verschwinden von Jimmy Hoffa, dem legendären US-Gewerkschaftsführer, beteiligt gewesen sein soll. Der fulminant inszenierte Film wird ganz aus Sheerans Sicht geschildert, weshalb auf die Fakten nicht immer Verlass ist. Es geht vielmehr um die Verquickung von Verbrechen und Politik, um die Geschichte der Mafia und die Geschichte der USA. Unterstützt durch ein perfektes Set-Design, den ingeniösen Schnitt und einen verhaltenen Score geleitet der Film sicher durch die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts. In den Hauptrollen perfekt gespielt. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
THE IRISHMAN
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2019
Regie
Martin Scorsese
Buch
Steven Zaillian
Kamera
Rodrigo Prieto
Musik
Robbie Robertson
Schnitt
Thelma Schoonmaker
Darsteller
Robert De Niro (Frank Sheeran) · Al Pacino (Jimmy Hoffa) · Joe Pesci (Russell Bufalino) · Harvey Keitel (Angelo Bruno) · Ray Romano (Bill Bufalino)
Länge
209 Minuten
Kinostart
14.11.2019
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Biopic | Drama | Gangsterfilm

Epische Filmbiografie von Martin Scorsese über den irischstämmigen Amerikaner Frank Sheeran, der nach dem Zweiten Weltkrieg zum Mafia-Killer aufstieg und 1975 maßgeblich am Verschwinden von Jimmy Hoffa, dem legendären US-Gewerkschaftsführer, beteiligt gewesen sein soll.

Diskussion

Der neue Film von Martin Scorsese beginnt mit einem Kabinettstück, das nicht von ungefähr daran erinnert, wie Ray Liotta und Lorraine Bracco in „Good Fellas“ ein Restaurant durch die Hintertür betraten. Die gleitende Steadicam-Kamera sucht sich einen Weg durch ein Altenheim, vorbei am Empfang und an Aufenthaltsräumen, durch Flure und Türen hindurch, elegant die Richtung wechselnd – bis sie Frank Sheeran, den titelgebenden Iren, in seinem Zimmer trifft.

Von hinten sieht er wie ein Buddha aus, den nichts erschüttern kann. Dann umfährt ihn die Kamera und offenbart sein faltiges Gesicht, die trägen Augen, das graue Haar, die getönte Brille. Frank Sheeran – das ist der zur Drehzeit 75 Jahre alte Robert De Niro. So wie er jetzt in die Kamera schaut, alt, müde und einsam, und den Zuschauer anzublicken scheint, ist dies die Summe aller Figuren, die er für Martin Scorsese, von „Hexenkessel“ über „Wie ein wilder Stier“ und „

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