Zwischen uns die Mauer

Drama | Deutschland 2019 | 115 Minuten

Regie: Norbert Lechner

Bei einer deutsch-deutschen Jugendbegegnung in Ost-Berlin lernen sich 1987 eine Gymnasiastin aus Bayern und der Sohn eines evangelischen Pastors kennen und versuchen, über die Grenze hinweg eine Liebesbeziehung aufrecht zu erhalten. Der inhaltlich und ästhetisch ausgesprochen braven Adaption eines autobiografischen Romans gelingt es durch ihre Dialoglastigkeit kaum, glaubhafte Figuren zu entwerfen. Die beiden Hauptdarsteller verkörpern zwar überzeugend Naivität und Überschwang, doch in seinen Vereinfachungen und Überzeichnungen wirkt der Film beinahe komisch. Vom Ost-Berliner Alltag der Vorwendezeit erfährt man kaum etwas. - Ab 12.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2019
Regie
Norbert Lechner
Buch
Antonia Rothe-Liermann · Norbert Lechner · Susanne Fülscher
Kamera
Bella Halben
Musik
Martin Unterberger
Schnitt
Georg Michael Fischer
Darsteller
Lea Freund (Anna) · Tim Bülow (Philipp) · Franziska Weisz (Johanna) · Fritz Karl (Thomas) · Götz Schubert (Pfarrer Andreas)
Länge
115 Minuten
Kinostart
08.11.2019
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 12.
Genre
Drama | Liebesfilm | Literaturverfilmung

Heimkino

Verleih DVD
Al!ve
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Ende der 1980er-Jahre verliebt sich eine Gymnasiastin aus Bayern in Ost-Berlin in den Sohn eines evangelischen Pfarrers und versucht, eine Beziehung auch über die Mauer hinweg aufrechtzuerhalten.

Diskussion

Als Connie Walthers Kinodebüt „Wie Feuer und Flamme“ (2001) ins Kino kam, stand ich kurz davor, mir die Haare knallblau zu färben, und war in den einzigen Punk verliebt, den unser christliches Gymnasium vorzuweisen hatte. Deshalb musste ich die grenzüberschreitende Liebesgeschichte zwischen Ost-Punk und West-Mädchen aus der Feder von Natja Brunckhorst unbedingt sehen, auch wenn ich dafür in die überübernächstgrößere Stadt fahren musste.

Der Kinobesuch zog einen CD-Kauf nach sich, was mich an einen anderen Soundtrack und Film denken lässt, den eine tonangebende Clique aus meinem Umfeld zum Kult erklärt hatte: Wir übten uns in der „Sonnenallee“-schen Lässigkeit zu tanzen, als wäre jede Bewegung zu viel und auch ein bisschen egal. So „sixteen-something“ wie wir damals waren auch die aus Sachsen stammenden Zwillingsschwestern Doreen und Isabel in „

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