Die 42. Duisburger Filmwoche

Dienstag, 20.11.2018

Ein Rückblick auf die 42. Duisburger Filmwoche und den Abschied von Werner Ruzicka, dessen Nachfolge noch immer nicht geregelt ist

Diskussion

Die „Distanzmontage“, wie sie Artavazd Peleschjan 1972 in „Die Jahreszeiten“ etablierte, entpuppte sich bei der diesjährigen Dokfilmwoche am Dellplatz als zentrale Metapher. Der Abschied von Werner Ruzicka warf lange Schatten, zumal seine Nachfolge bislang noch immer nicht geregelt ist.


Die 42. Duisburger Filmwoche (5.-11.11.18) stand ganz im Zeichen des Abschieds von Werner Ruzicka, der das Festival seit 1985 leitete und 34 Jahre lang Garant der fortwährenden Entwicklung seiner in der deutschen Festivallandschaft einzigartigen Formel blieb: an sechs Tagen in einem Kino gemeinsam ein Filmprogramm zu schauen und im Anschluss an die Vorführung mit den Filmemachern intensiv ihre Arbeit zu diskutieren. Die Filmwoche war und bleibt hoffentlich ein Festival des künstlerischen Dokumentarfilms, ein Arbeitsfestival, das in diesem Jahr nicht nur die Doku-Branche aus Deutschland, Österreich und der Schweiz versammelte, sondern auch viele Weggefährten des scheidenden Festivalleiters, Mitglieder der Auswahlkommission aus drei Jahrzehnten und langjährige Gäste.

Dem von Ruzicka geprägten „Duisburger Diskurs“, der sich in jeden Film und jede Debatte einschrieb, war auch der Gesprächsband „Duisburg Düsterburg“ (Verbrecher Verlag Berlin 2018) gewidmet, den Matthias Dell und Simon Rothöhler mit Werner Ruzicka erarbeitet haben. Ruzickas spezielle Rhetorik der Präzision und pointierten Zuspitzung im Nachdenken über Dokumentarfilme bleibt dem interessierten Publikum dank dieser Schrift erhalten.

Filmwoche Duisburg: Zusammen Filme sehen, zusammen diskutieren
Duisburger Filmwoche: Zusammen Filme sehen, zusammen diskutieren

Ein doppelter Abschied flankierte den Inhalt des aktuellen Katalogs: durch eine Hommage an den kürzlich verstorbenen Klaus Wildenhahn, dem die Filmwoche ebenfalls vieles verdankt, und ein zweiseitiges Schwarz-Weiß-Foto in der Mitte des Hefts, mit dem sich die Filmwoche von Ru

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