Der Viehtreiber Boss (Robert Duvall) und sein langjähriger Freund Charley (Kevin Costner), die mit ihren Tieren in traditioneller Weise übers Land ziehen, liefern sich einen brutalen Kleinkrieg mit sesshaften Rangern (u.a. Michael Gambon), die auf ihre Eigentumsverhältnisse pochen.
Der von Hauptdarsteller Kevin Costner inszenierte Film ist ein atemberaubend fotografierter, melancholischer Spätwestern mit Sympathie für seine konservativen Helden, die nostalgischen Tugenden huldigen und ihren Überlebensmut allein aus der Tatsache schöpfen, dass sie nichts mehr zu verlieren haben. Die mythische Haltung der alten Western etwa eines John Ford wird dennoch allgegenwärtig gebrochen: Vom unbegrenzten Raum ist keine Rede mehr, allenfalls die Zeitwahrnehmung der Hauptfiguren verrät etwas von Grenzenlosigkeit, der Preis der Ausbeutung des Landes ist stets mitgedacht. Überzeugend inszeniert und gespielt, nutzt Costners Film auf diese Weise das Genre, um über den Niedergang von Traditionen und Werten nachzudenken. – Sehenswert ab 16.