Wie wenig berechenbar es im Filmgeschäft zugehen kann, zeigen die seltenen, aber durchaus vorkommenden Erfolgsgeschichten einzelner Filmschaffender, die jahrelang nur mittleren Bekanntheitsgrad genießen, um dann urplötzlich mit einem Projekt zu Stars aufsteigen. Der Aufstieg des am 4.10.1956 geborenen österreichischen Schauspielers Christoph Waltz ist ein Paradebeispiel für so einen Fall. Der seit den 1980er-Jahren anerkannte und beliebte Theater- und Fernsehdarsteller war im Kino kaum zu sehen und international gänzlich unbekannt.
Erst eine günstige Fügung bewirkte, dass der Kultregisseur Quentin Tarantino für seinen Film „Inglourious Basterds“ (20.15-23.30) deutschsprachige Darsteller suchte und Waltz die Schlüsselrolle des Schurken Hans Landa übertrug – ein mit Begeisterung aufgenommener Part, der von der Premiere in Cannes bis zur „Oscar“-Verleihung zahlreiche Auszeichnungen an Land zog. Nach einigen weiteren Hollywood-Arbeiten zementierte der zweite „Oscar“ für „Django Unchained“ (00.35-03.25) Waltz’ Stellung in den USA, die er seitdem souverän verteidigte.
Um sein Image als galanter Filmbösewicht dreht sich auch die Dokumentation „Die Christoph-Waltz-Story“ (23.30-00.35), die bis an seine Anfänge am Wiener Reinhardt-Seminar zurückgeht und das Wesen des Schauspielers zu fassen versucht.