Ein Papst stirbt, ein neuer
Pontifex muss gewählt werden. Nicht nur die katholische Welt hält den Atem an,
bis endlich weißer Rauch über dem Vatikan aufsteigt. Doch wer soll künftig die
Geschicke der Kirche lenken? In der Romanverfilmung „Konklave“ lotet Regisseur Edward
Berger das Ringen um die Macht mit großer stilistischer Brillanz und den
dramaturgischen Kniffen eines packenden Thrillers aus. Das wurde beim Filmfestival in San Sebastián wohlwollend aufgenommen.
Der Papst ist tot: ein
Herzinfarkt. Für seine engsten Mitarbeiter kommt das nicht unerwartet. Vor der Öffentlichkeit wurden die gesundheitlichen Probleme des Kirchenoberhauptes aber geheim gehalten. Jetzt zieht man dem Toten den päpstlichen Siegelring von der Hand
und zerbricht Siegel: „Sede vacante“: Der Heilige
Stuhl ist unbesetzt, ein neuer Pontifex muss gewählt werden.
Die Organisation
und Durchführung der Wahl soll Kardinal Thomas Lawrence (Ralph Fiennes)
übernehmen. Er war einer der engsten Mitarbeiter des Verstorbenen. Drei Wochen
später reisen mächtige Kardinäle aus aller Welt für das Konklave nach Rom. Ein
Ritual, das sich in den letzten Jahrh