Inside Llewyn Davis

- | USA/Frankreich 2013 | 105 Minuten

Regie: Ethan Coen

Der Folkmusiker Llewyn Davis hat im New York der frühen 1960er-Jahre wenig Erfolg, dafür aber jede Menge Probleme, die ihn schließlich auf eine Reise treiben. Mit dem Porträt des „Verlierer“-Antihelden, der stoisch an seiner Kunst festhält, entfaltet sich eine großartige, durchaus etwas boshaft erzählte Apotheose des Scheiterns. Diese weitet sich zum mit akribischer Liebe gestalteten Zeitbild der "Sixties" und der Folkmusik-Szene, das einen ähnlichen Respekt vor der Musik an den Tag legt wie sein Held. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
INSIDE LLEWYN DAVIS
Produktionsland
USA/Frankreich
Produktionsjahr
2013
Regie
Ethan Coen · Joel Coen
Buch
Joel Coen · Ethan Coen
Kamera
Bruno Delbonnel
Schnitt
Joel Coen (als Roderick Jaynes) · Ethan Coen (als Roderick Jaynes)
Darsteller
Oscar Isaac (Llewyn Davis) · Carey Mulligan (Jean Berkey) · John Goodman (Roland Turner) · Garrett Hedlund (Johnny Five) · Justin Timberlake (Jim Berkey)
Länge
105 Minuten
Kinostart
05.12.2013
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.

Heimkino

Die Extras (DVD & BD) umfassen u.a. ein ausführliches und erhellendes "Making of" (45 Min.). Als DVD und BD ist zudem eine 2 Disk-"Special Edition" im Digipak erschienen, die, neben dem 16-seitigen Booklet zum Film, zudem auf DVD den Konzertfilm "Another Day, Another Time: Celebrating the Music of 'Inside Llewyn Davis'" enthält, der sich als kongeniale Ergänzug zum Film erweist. Die Special Edition ist mit dem Silberling 2014 ausgezeichnet.

Verleih DVD
StudioCanal (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
StudioCanal (16:9, 1.85:1, dts-HDMA engl./dt.)
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Diskussion
Die im Dunkeln sieht man nicht. Oder um es mit Steely Dan zu formulieren: „They got a name for the winners in the world / I want a name when I lose.“ Mag jemand wie Martin Scorsese mit „No Direction Home“ die Geschichte Bob Dylans erzählen, die Coen-Brüder werfen lieber einen mitleidlosen Blick in den Hinterhof eines Clubs, wo ein Unbekannter einen Erfolglosen verprügelt. Für selbsternannte Künstler haben die Coens noch nie sonderlich viel übrig gehabt, man erinnere sich nur an diesen Drehbuchautor namens Barton Fink aus New York, dem sich nach einem Theatererfolg Hollywood als Hölle offenbarte. Auch der Folk-Sänger Llewyn Davis hatte als Teil eines Duos Erfolg, doch dann hat sich sein Partner umgebracht. Davis macht alleine weiter, gibt Solo-Auftritte, nennt sein neues Album mutig „Inside Llewyn Davis“, doch es liegt wie Blei in den Regalen. Was auch damit zu tun haben könnte, dass der Film nicht sicher zu sein scheint, dass da viel drin ist in

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