Eher geht ein Kamel durchs Nadelöhr...

- | Frankreich 2003 | 110 Minuten

Regie: Valeria Bruni-Tedeschi

Eine sehr reiche junge Frau leidet unter ihrem Reichtum. In ihrer neuen Heimat Frankreich wird die gebürtige Italienerin nicht richtig heimisch, mit ihrem Geliebten aus dem Arbeitermilieu hat sie keine echte Beziehung, und auch mit ihren Geschwistern, den Eltern und ihrem an sich unbekümmerten Leben kommt sie nicht klar. Der unterhaltsame, ebenso verspielte wie nachdenkliche Film ist eine stellenweise amüsant-leichtfüßige, mitunter auch mutige, dann aber wieder egozentrisch-autobiografische Studie, die Fragen nach dem Sinn des Lebens stellt. Dabei findet die Regisseurin nur selten überzeugend die Balance zwischen dokumentarisch anmutenden und verspielten Szenen. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
IL EST PLUS FACILE POUR UN CHAMEAU...
Produktionsland
Frankreich
Produktionsjahr
2003
Regie
Valeria Bruni-Tedeschi
Buch
Valeria Bruni-Tedeschi · Noémie Lvovsky · Agnès de Sacy
Kamera
Jeanne Lapoirie
Schnitt
Anne Weil
Darsteller
Valeria Bruni-Tedeschi (Federica) · Chiara Mastroianni (Bianca) · Jean-Hugues Anglade (Pierre) · Denis Podalydès (Philippe) · Marysa Borini (die Mutter)
Länge
110 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.

Diskussion
Sie sieht grauenhaft aus mit ihren ewig strähnigen Haaren, dem rot-rosa Ringelpulli und dem schwarz-weiß-gepunkteten Rock dazu. Aber das ist ihr egal. Denn sie ist jung und reich, sehr reich. Sie bummelt, lächelt gerne und fährt mit dem Auto durch ein Paris, in dem vieles so leger ist wie in den Filmen aus den 1960er-Jahren. Gelegentlich arbeitet sie ein bisschen und schreibt Theaterstücke, trifft sich mit ihrem Freund, der aus einer Arbeiterfamilie stammt, und manchmal auch mit ihrer Familie. Eigentlich könnte sie glücklich sein, aber sie fühlt sich schuldig wegen ihres Reichtums und geht zu einem katholischen Priester, um sich durch die Beichte Erleichterung zu verschaffen. Das Bibelwort „Eher geht ein Kamel durchs Nadelöhr, als dass ein Reicher in den Himmel kommt“ (Mt 19,24) ist ihr gegenwärtig. Mit einem Geistlichen zu sprechen, gibt ihr neue Kraft – zumindest eine Weile lang, dann geht sie wieder zu ihm. Doch eine religiöse Frau ist sie nicht, diese Federica, die Hauptfigur in dem Film von Valéria Bruni-Tedeschi, eher

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