Beaumarchais - Der Unverschämte

Literaturverfilmung | Frankreich 1995 | 100 Minuten

Regie: Edouard Molinaro

Porträt des französischen Dichters, Spions, Waffenhändlers und Lebemanns Beaumarchais (1732-1799), der mit seinen Stücken zu einem geistigen Wegbereiter der Revolution wurde. Durch die präzise Zeichnung der hervorragend interpretierten Hauptperson scheint hinter den geschliffenen Dialogen die Subversivität und Zeitlosigkeit der Vorlage durch. Elegant inszeniert, hervorragend fotografiert und musikalisch überzeugend unterlegt, bietet der Film niveauvolle Unterhaltung. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
BEAUMARCHAIS - L'INSOLENT
Produktionsland
Frankreich
Produktionsjahr
1995
Regie
Edouard Molinaro
Buch
Jean-Claude Brisville · Edouard Molinaro · Alain Godard
Kamera
Michael Epp
Musik
Jean-Claude Petit
Schnitt
Véronique Parnet
Darsteller
Fabrice Luchini (Beaumarchais) · Manuel Blanc (Gudin) · Sandrine Kiberlain (Marie-Thérèse) · Jean Yanne (Goëzman) · Florence Thomassin (Marion Ménard)
Länge
100 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Literaturverfilmung
Diskussion
Beauimrchais wird nie wie Molière sein, denn sein Leben amüsiert ihn viel mehr als seine Werke", sagte Voltaire einmal über seinen Zeitgenossen. Und so wurde der 1732 als Sohn eines Uhrmachers in Paris geborene Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais nicht nur durch seine den Adel mit Spott überhäufenden Stücke "Der Barbier von Sevilla" und "Die Hochzeit des Figaro " zu einem geistigen Vorreiter der Französischen Revolution, sondern durch seinen provokanten Lebensstil auch zum "enfant terrible" des "ancien régime". Beaumarchais Eigenart, das Verfassen von Stücken als eher zweitrangigen Zeitvertreib zu sehen, reizte wohl den ebenfalls für seinen lässigen Schreibstil bekannten Sacha Guitry, und er entwarf um diese schillernde Persönlichkeit herum einige großartige Szenen, denen aber offensichtlich der dramaturgische Zusammenhang fehlt. So blieb das Stück unaufgeführt, bis es jetzt der Produzent Charles Gassot wiederentdeckte und für den Film bearbeiten ließ. Die Figur von Beaumarchais' Biografen Gudin bekam etwas mehr Eigenleben. Indem er so etwas wie das "fleischgewordene Gewissen" seines Meisters verkörpert, erlaubt sie dem Zuschauer, den Helden aus einer gewissen Distanz zu betrachten.

Man schreibt das Jahr 1773: Der aufstrebende Dichter Gudin platzt in die Proben zu "Der Barbier von S

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