Drama | Frankreich/Italien 2019 | 132 Minuten

Regie: Roman Polanski

Ein Historienfilm über die sogenannte „Dreyfus-Affäre“, die am Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert die französische Gesellschaft polarisierte. Den Skandal um die fälschliche, antisemitisch motivierte Verurteilung eines jüdischen Offiziers der französischen Armee wegen angeblichen Landesverrats rollt der Film aus der Perspektive des Offiziers Marie-Georges Picquart auf, der auf Beweise für Dreyfus’ Unschuld stößt und sich für die Rehabilitierung des Verurteilten einsetzt. Damit schafft er sich in Armee, Regierung und Öffentlichkeit viele Feinde und muss große persönliche Opfer bringen. Aufbereitet ist das sowohl als ungemein fesselnder Kriminal- und Gerichtsfilm als auch beiläufig als facettenreiches, düster-bedrückendes Sittengemälde des Fin de siècle. Zudem macht er die ganze Tragweite der sich in der Dreyfus-Affäre manifestierenden Verwurzelung des Antisemitismus in der europäischen Gesellschaft transparent, die ins 20. Jahrhundert und letztlich in die Gegenwart hineinreicht. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
J'ACCUSE
Produktionsland
Frankreich/Italien
Produktionsjahr
2019
Regie
Roman Polanski
Buch
Robert Harris · Roman Polanski
Kamera
Pawel Edelman
Musik
Alexandre Desplat
Schnitt
Hervé de Luze
Darsteller
Jean Dujardin (Marie-Georges Picquart) · Louis Garrel (Alfred Dreyfus) · Emmanuelle Seigner (Pauline Monnier) · Grégory Gadebois (Kommandant Hubert Henry) · Hervé Pierre (General Gonse)
Länge
132 Minuten
Kinostart
06.02.2020
Fsk
ab 12; f
Pädagogische Empfehlung
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama | Historienfilm | Literaturverfilmung

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. ein ausführliches „Making of“ (31 Min.).

Verleih DVD
Weltkino (16:9, 1.85:1, DD5.1 frz./dt.)
Verleih Blu-ray
Weltkino (16:9, 1.85:1, dts-HDMA frz./dt.)
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Historienfilm über die sogenannte „Dreyfus-Affäre“ aus Sicht eines Militärermittlers, der Beweise für die Unschuld des als Landesverräters verurteilten französisch-jüdischen Offiziers Alfred Dreyfus findet und auf erhebliche Widerstände trifft, als er das Urteil revidieren lassen will.

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