To the Ends of the World

Drama | Frankreich 2018 | 103 Minuten

Regie: Guillaume Nicloux

Indochina, 1945. Im verlustreichen Krieg zwischen den Einheimischen und der französischen Kolonialmacht überlebt ein französischer Soldat als einziger aus seiner Einheit ein Massaker. Um sich an dem verantwortlichen vietnamesischen Leutnant zu rächen, will er feindliche Überläufer rekrutieren, wird aber durch seine Liebe zu einer jungen Prostituierten von seinen Plänen abgelenkt. Das romantische Kriegsdrama erhebt diese schwierige Beziehung zur Metapher für den Konflikt an sich. In drastischen und poetischen Bildern zwischen Traum und Wachzustand wird vor allem die Wirkung des Krieges auf die Körper von Opfern und Tätern gezeigt. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
LES CONFINS DU MONDE
Produktionsland
Frankreich
Produktionsjahr
2018
Regie
Guillaume Nicloux
Buch
Guillaume Nicloux · Jérôme Beaujour
Kamera
David Ungaro
Musik
Shannon Wright
Schnitt
Guy Lecorne
Darsteller
Gaspard Ulliel (Robert Tassen) · Gérard Depardieu (Saintonge) · Guillaume Gouix (Cavagna) · Lang Khê Tran (Mai) · Jonathan Couzinié (Lieutenant Maussier)
Länge
103 Minuten
Kinostart
-
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama | Kriegsfilm

Ein Rache-Drama aus dem Indochina-Krieg um einen französischen Soldaten, der als einziger Überlebender eines Massakers Rache üben will, bis ihn die Begegnung mit einer Frau von seiner Mission ablenkt

Diskussion

In der Sprache drängen Liebe und Gewalt zusammen. Man erobert Herzen wie Länder, der römische Dichter Virgil postulierte sogar „Amor Vincit Omnia“ – Liebe erobert alles. In Guillaume Nicloux romantischem Kriegsdrama „To the Ends of the World“ sagt Gérard Depardieu in der Rolle des traumatisierten Schriftstellers einen ganz ähnlichen und beachtlichen Satz: „Liebe nimmt Raum ein.“ Zweifellos füllt sie den Kopf, verdrängt andere Gedanken und zieht Paare in ihre eigene Welt, in Liebesnester und Refugien. Doch sein Gegenüber, der Soldat Robert Tassen, gespielt von Gaspard Ulliel, erwidert nur kalt: „Nicht den richtigen.“ Nicloux’ Film ist erfüllt von fehlgeleiteter, besitzergreifender, schlussendlich immer auch grausamer Liebe. Liebe, die vor allem Lust und Verlangen ist. Robert will ein Land und eine Frau erobern, aber schon der Versuch stellt sich als Scheitern heraus.

Das Land: Indochina im Jahr 1945. Die Vietnamesen erwehren sich der französischen Kolonialmacht, angeführt von Ho Chi Minhs Leutnant Vo Binh Yen

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