Aus unserer Zeit

Literaturverfilmung | DDR 1969 | 128 Minuten

Regie: Helmut Nitzschke

In vier Episoden werden Ereignisse und Entwicklungen von 1945 bis in die späten 60er-Jahre nachgezeichnet: Eine märkische Bäuerin verhindert bei Kriegsende ein Verbrechen ihres Sohnes an sowjetischen Kriegsgefangenen und liefert ihn der heranrückenden Roten Armee aus ("Die zwei Söhne"); ein gestandener Kommunist trifft im Rahmen der Schulreform auf einen Professor alter Schule ("Das Duell"); ein frischgebackenes Ehepaar erinnert sich bei der Hochzeitsreise an die vergangenen Jahre, unter anderem an das Engagement bei der gemeinsamen Arbeit am Bau ("Gewöhnliche Leute"); zwei Fachleute bauen in deutsch-russischer Gemeinschaftsarbeit einen von Radio Havanna dringend benötigten Verstärker ("Der Computer sagt: nein"). Trotz wechselhafter künstlerischer Qualität der Beiträge ein aufschlussreiches Dokument. Besonders herausragend sind die Episoden "Die zwei Söhne" aufgrund ihrer an Bertolt Brecht geschulten, konsequent durchgehaltenen verfremdenden Kargheit und "Gewöhnliche Leute", ein dokumentarisch-realistisches Gesellschaftsbild mit gesellschaftskritischen Untertönen. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
DDR
Produktionsjahr
1969
Regie
Helmut Nitzschke · Joachim Kunert · Rainer Simon · Kurt Maetzig
Buch
Helmut Nitzschke · Manfred Freitag · Joachim Nestler · Joachim Kunert · Rainer Simon
Kamera
Claus Neumann · Helmut Bergmann · Rolf Sohre
Musik
Peter Rabenalt · Thomas Doberkau · Bernd Fülle
Schnitt
Margrit Brusendorff · Christa Helwig · Erika Lehmphul
Darsteller
Felicitas Ritsch (Bäuerin) · Ekkehard Schall (Der Sohn/Der junge Russe) · Hans Hardt-Hardtloff (Der Invalide) · Wolfgang Kieling (Bötcher) · Otto Mellies (Prof. Winkelfried)
Länge
128 Minuten
Kinostart
-
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Literaturverfilmung

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